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Die Wägezelle 1015 gehört zu den Urgesteinen der Wägetechnik und ist eine der ersten industriell und in Masse hergestellten Plattformwägezellen überhaupt. Schätzungsweise sind davon mehr als 10-Millionen Exemplare sowohl in industriellen Waagen als auch in Abfüll-, Dosier- und Verpackungsmaschinen im Einsatz. Dabei liefert ein besonders ausgefallenes Design, mit einem zusätzlichen mechanischen Lenker in der neutralen Mittelachse, eine hohe Eigenfrequenz und damit schnelle und hochdynamische Messergebnisse auch unter rauhen Industriebedingungen. Serienmäßig ist eine Überlastschraube integriert, die bei zu hohen Belastungen die Wägezelle zuverlässig gegen Beschädigungen schützt. Das Modell 1015 hat wie jede Plattform-Wägezelle ein mechanisches Doppel-Lenker-System, auch Parallelogramm genannt, um Torsionskräfte bei exzentrischer Krafteinleitung aus zu gleichen. Jede einzelne Wägezelle wird auf Eckenlastempfindlichkeit geprüft und durch eine aufwendige mechanische Bearbeitung optimiert. Dadurch entstehen auch dann keine Messfehler, wenn die zu messende Masse einseitig, bspw. in einer Ecke, auf der Plattform liegt. Der Aufbau einer Plattform-Waage mit dieser Wägezelle ist denkbar einfach. Über die beiden Anschraubflächen oben vorne bzw. hinten unten am Kabelausgang werden zwei Stahl- oder Aluminiumplatten von bis zu 400 x 400 mm angeschraubt und ein entsprechendes DMS-Messgerät oder ein Messverstärker angeschlossen - und fertig ist die Waage. Für den Einsatz im Ex-Bereich in der Zone 0,1,2 für Gase ist die Biegestab-Wägezelle 355 mit einem ATEX Zertifikat gemäß II 2G EEX ia IIC T4 als Option lieferbar. Standardmäßig wird die Wägezelle 1015 mit einem abgeschirmten 6-Leiter-Anschlusskabel geliefert. Sonderkabel und -längen sind auf Anfrage möglich.
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